Willkommen in Würzburg….
Mit großer Verwunderung und Unverständnis nehmen wir als Fans zur Kenntnis, dass die Stadt Würzburg Druck auf den Verein ausübt, das im Stadion über der Boxhalle entstandene Wandgemälde entfernen oder abändern zu lassen. Begründet wird dies mit einer angeblichen Verletzung des Urheberrechts, da auf dem Wandbild unter anderem auch das Würzburger Stadtwappen zu sehen ist.
Im Rahmen der Stadiongestaltung wurde uns Fans die Möglichkeit gegeben, aktiv mitzuwirken und unsere Kreativität legal und im Sinne des Vereins sowie des Stadions einzubringen. Das entstandene Wandgemälde ist Ausdruck von Identifikation, Leidenschaft und gelebter Fankultur. Es wurde nicht durch Sachbeschädigung oder illegale Aktionen geschaffen, sondern bewusst in einem offiziellen und abgestimmten Rahmen ermöglicht. Hinzu kommt, dass sämtliche Materialkosten von den Fans selbst übernommen wurden, um dieses Projekt eigenständig zu realisieren.
Umso unverständlicher ist es, dass ausgerechnet die Stadt Würzburg, die auch durch das Stadion und dessen Außendarstellung repräsentiert wird, nun gegen ein solches Projekt vorgeht. Statt junge Menschen dafür zu würdigen, dass sie ihre Kreativitat auf legale, gemeinschaftliche und positive Weise ausleben und gleichzeitig das Stadion optisch aufwerten, wird mit juristischem Druck reagiert.
Zudem entsteht zunehmend der Eindruck, dass seitens der Stadt immer wieder nach kleinsten Aufhängern gesucht wird, um Konflikte zu schaffen, anstatt gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Dieses Verhalten empfinden wir mehr als fragwürdig. Wir werden daher nicht länger stillschweigend hinnehmen, wie hier mit Fans, Engagement und kreativer Eigeninitiative umgegangen wird. Wenn konstruktive Zusammenarbeit immer wieder durch unnötige Diskussionen und Druck ersetzt wird, dann werden wir diese Themen künftig auch öffentlich ansprechen. Denn eine Stadt, die sich Offenheit, Gemeinschaft und Jugendförderung auf die Fahne schreibt, sollte genau solche Projekte unterstützen und nicht bekämpfen.
Wir fordern die Verantwortlichen daher auf, dieses Vorgehen zu überdenken und den Dialog mit Fans und Verein auf Augenhöhe zu suchen, anstatt ein positives gemeinschaftliches Projekt zu zerstören.
